Die ganzheitliche Lösung zum Lieferkettengesetz von Prewave

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Der Prewave Leitfaden zur Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Nachhaltigkeit in der Lieferkette ist ein Thema, das die Lieferkette oder das Logistiknetz eines Unternehmens in Bezug auf Umwelt-, Risiko- und Abfallkosten betrifft.

"Unternehmen neigen dazu, sich auf ihre Top-Tier-Lieferanten zu konzentrieren, aber die wirklichen Risiken liegen weiter unten. “

Verónica H. Villena, Dennis A. Gioia

Mit dem zunehmenden Bewusstsein für Nachhaltigkeit hat sich der Trend entwickelt, das Unternehmen ihren Zulieferern Nachhaltigkeitsstandards auferlegen, die in der Lieferkette weitergegeben werden und dazu dienen, die Nachhaltigkeit aller Beteiligten im Prozess zu verbessern. Man kann sich das als einen kaskadenartigen Wasserfall von Praktiken vorstellen, der theoretisch dazu dienen sollte, das gesamte Liefernetzwerk nachhaltiger zu machen. 

Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Die Zahl der Skandale in den letzten Jahren aufgrund von Zulieferern, die sich nicht an ihre Nachhaltigkeitsstandards halten, ist enorm und das Problem besteht bereits bei Tier-1-Lieferanten, was einen Ausblick darauf gibt, wie schlimm es in der Folge sein muss. 

Die wichtigsten Themen

1. Umfang und Komplexität der Lieferketten

Da Lieferketten immer komplexer werden, nimmt die Herausforderung, Lieferketten transparent zu gestalten und die Nachhaltigkeitsauswirkungen von Waren und Dienstleistungen definitiv quantifizieren zu können, zu. Unternehmen haben in der Regel gute Kenntnisse über ihre Tier-1-Lieferanten und deren Nachhaltigkeitsprofil, aber Daten jenseits dieser Ebene fehlen im Allgemeinen. Das Ausmaß der Lieferketten stellt heutzutage eine echte Herausforderung dar, wenn es darum geht, die Datenmengen zu bewältigen und den Überblick über die Vielzahl der Beteiligten zu behalten.

2. Bedarf an erschwinglichen und zuverlässigen Ressourcen

Die steigende Nachfrage nach Konsumgütern und Dienstleistungen geht Hand in Hand mit einer steigenden Nachfrage nach erschwinglichen, zuverlässigen und idealerweise nachhaltigen Ressourcen. Staatliche Stellen, Unternehmen und Verbraucher fordern Verbesserungen bei den Nachhaltigkeitsmaßnahmen und somit sind nachhaltige Ressourcen sehr gefragt.

3. Konformität mit Emissionsstandards

Die in den Pariser Abkommen und ähnlichen Vereinbarungen weltweit festgelegten Standards für Treibhausgasemissionen zwingen Unternehmen dazu, ihre Lieferkette zu überdenken und die Auswirkungen ihrer Waren und Dienstleistungen entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette zu bewerten. Typischerweise entsteht ein großer Teil der Umweltauswirkungen durch Vorprodukte der Produktion. Daher spielt die Sichtbarkeit entlang der Reise vom Rohstoff bis zum eigentlichen Produkt eine immer wichtigere Rolle.

Die Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit sind zahlreich, schwerwiegend und komplex, aber es gibt Möglichkeiten, wie Unternehmen ihre Auswirkungen steuern und Risiken erheblich reduzieren können. Ein Großteil der Risiken im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit ist auf die Intransparenz von Lieferantennetzwerken zurückzuführen. Es gibt jedoch Schritte, die jedes Unternehmen unternehmen kann, um an der Spitze der nachhaltigen Praktiken zu bleiben.

Die 6 Schritte zur nachhaltigen Lieferkette

Erfassen Sie Ihre gesamte Lieferkette

Der wichtigste Schritt besteht darin, Ihre Lieferkette abzubilden, um einen Einblick in Ihr Lieferantennetzwerk zu erhalten, der über Ihre Tier-1-Lieferanten hinausgeht. Dieser umfassende Überblick über Ihre Lieferkette ermöglicht es Ihnen, ökologische, wirtschaftliche und soziale Faktoren zu erkennen, die sich auf Ihre Lieferkette auswirken könnten, und ermöglicht eine transparente Berechnung des Risikos entlang jedes einzelnen Schrittes. Eine ganzheitliche Betrachtung sollte nicht nur die Rohstoffe und das Produkt entlang jeder Lieferkettenstufe umfassen, sondern auch die Verpackung, Nebenprodukte und sogar die Produktentsorgung.

2. Bewerten Sie Ihre Lieferanten 

Sobald Sie Ihre Lieferkette abgebildet haben und jedes Glied in der Kette kennen, müssen Sie die Lieferanten jenseits Ihrer Tier-1-Ebene bewerten. Einerseits ist es Ihr Ziel, ein tieferes Verständnis dafür zu erlangen, welche Faktoren Ihre Lieferanten beeinflussen, andererseits können Sie Nachhaltigkeitsstandards festlegen, die von jedem mit Ihrem Unternehmen verbundenen Lieferanten erfüllt werden müssen. Lieferantenaudits und Verhaltenskodizes sind zwei bewährte Instrumente zur Bewertung und Festlegung von Lieferantenpraktiken. 

3. Beobachten Sie Ihre Lieferanten

Nachhaltigkeitsprobleme können jederzeit und bei jedem Lieferanten auftreten, daher ist es wichtig, dass alle Lieferanten im Ökosystem Ihres Unternehmens gemonitored werden, um über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben und im Falle eines Nachhaltigkeitsrisikos reagieren zu können. Je schneller Sie von einem Problem erfahren, desto mehr Zeit haben Sie eine Alternative zu finden, daher müssen Monitoring Lösungen in der Lage sein, alle Ereignisse in Echtzeit zu erfassen. Lösungen wie Prewave können Lieferanten in nahezu allen Sprachen und über alle Kanäle hinweg in Echtzeit überwachen und so den nötigen Wettbewerbsvorteil verschaffen. 

4. Implementierung einer Organisationskultur der Nachhaltigkeit

Eine erfolgreiche Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie erfordert die Beteiligung aller Mitarbeiter, Lieferanten und Stakeholder. Ein kultureller Wandel ist notwendig, um die Ziele und Perspektiven innerhalb einer Organisation anzugleichen. Bildung und Training können als Mittel dienen, um diesen Wandel herbeizuführen und jeden auf die Mission auszurichten.

5. Arbeiten Sie innerhalb Ihrer Branche zusammen 

Während der Einfluss kleinerer Unternehmen auf ihre Lieferanten möglicherweise zu gering ist, um Veränderungen effektiv zu fördern, teilen sich Unternehmen oft denselben Lieferanten mit anderen Unternehmen, und die Zusammenarbeit mit ihnen kann eine Veränderung der Praktiken des Lieferanten bewirken. Die Verhandlungsmacht eines Kollektivs von Kunden kann entscheidend sein, um Veränderungen herbeizuführen und allen Beteiligten zu helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu verwirklichen.

6. Legen Sie Nachhaltigkeitsziele fest

Der Schlüssel zu einer nachhaltigen Strategie sind konkrete Nachhaltigkeitsziele, die für das eigene Unternehmen, aber auch für die Zulieferer im weiteren Verlauf der Lieferkette festgelegt werden sollten. Alle Maßnahmen, für deren Umsetzung Sie sich entscheiden, sollten nachverfolgt und gemessen werden, um die Auswirkungen quantifizieren und Trends und Chancen erkennen zu können.  Nachhaltigkeitsziele sollten als Zahl ausgedrückt werden: "Die Umweltauswirkungen unserer Fertigungsanlage A soll reduziert werden" ist nicht so aussagekräftig und leicht messbar wie "Die CO2-Emissionen unserer Fertigungsanlage A sollen reduziert werden, indem die Transportkilometer der Komponenten, die an die Anlage geliefert werden, um 50 % reduziert werden". 

Die Quintessenz

Die Ansätze zur Nachhaltigkeit sind so vielfältig wie die Themen selbst. Keine einzelne Maßnahme wird alle Probleme lösen und unsere Wirtschaft als Ganzes hat noch einen langen Weg in eine wirklich nachhaltige Zukunft vor sich. 

Klar ist jedoch, dass die Sichtbarkeit entlang der Lieferkette ein Konzept ist, das seinen Weg in fast alle Nachhaltigkeitslösungen findet. Prewave ist perfekt dazu geeignet, um in Sachen Nachhaltigkeitsbewertung, -monitoring und -transparenz einen großen Sprung nach vorne zu machen. Wir arbeiten bereits mit einem riesigen Netzwerk von Unternehmen zusammen, um die Widerstandsfähigkeit ihrer Lieferketten zu verbessern, und wir würden uns freuen, Ihnen zu zeigen, wie Sie Ihre Lieferkette stärken und Ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen können. 

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